Management der Fisch- und Krebsbestände der Zürcher Gewässer für die Pachtperiode 2018-2026

October 9, 2017

 

 

Die Hechtbewirtschaftung im Kanton Zürich wird auf Seite 26 uff. detailliert erläutert.

 

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Argumentation für die Aufhebung der Schonmassnahmen (Schonmass, Schonzeit) beim Hecht im Zürichsee: 

1. Fang und Besatz korrelieren in keiner Weise bzw. sogar eher negativ (je mehr Besatz desto tiefer die Fänge). Daraus leitet sich ab, dass der Besatz in der Masse der naturverlaichten Hechte unterging und dass die im Laichfischfang gefangenen Laichtiere nicht relevant für den Erfolg der Naturverlaichung waren. 

 

2. Durch das klarere Wasser infolge der Reoligotrophierung gibt es seit ein paar Jahren rings um den See riesige Unterwasserrasen, die als unendliches Laichsubstrat für den Hecht dienen. Deshalb sind die Hechtfänge bzw. der Hechtbestand in den letzten Jahren so angestiegen. Das birgt auch die Gefahr, dass der Hechtbandwurm wieder auftaucht.

 

3. Der Hecht wird folglich von den Laichmöglichkeiten stärker beeinflusst als der Fischerei. Die Schonbestimmungen sind bei weitem nicht matchentscheidend. Deshalb wurden sie aufgehoben und der Laichfischfang eingestellt. Die Situation wird aber genau beobachtet. 

 

4. Schonbestimmungen werden nur für Arten festgelegt, die stark befischt werden und bei denen die Gefahr einer bestandesbeeinflussenden Überfischung droht. Für den Hecht im Zürichsee ist dies aktuell nicht der Fall = keine Schonmassvorschriften (Schonmass, Schonzeit) mehr notwendig. (Fangzahlbeschränkung bleibt.) 

 

5. Die Berufsfischer dürfen während der Hechtlaichzeit ab nächstem Jahr nur noch mit ordentlichem Gerät fischen. Weil kein Hechtlaichfischfang mehr angeordnet wird, werden auch keine zusätzlichen Hechtnetze (10 Grundnetzte und Reusen) mehr bewilligt (= weniger Fischereidruck auf Hecht im Frühjahr als bisher). 

 

6. Im Bodensee gibt es seit Jahren keine Schonbestimmungen mehr für den Hecht. Trotzdem hat der Bestand (Fang) in den letzten Jahren massiv zugenommen (auch wegen des klareren Wassers und der zunehmenden Unterwasservegetation in tieferen Regionen). Dies belegt weiter, dass nicht die Fischerei der entscheidende Faktor ist sondern das Laichplatzangebot.

 

 

Diese neuen Bestimmungen, insbesondere beim Hecht, wurde in der Fachgruppe Zürichsee mit den dazugehörenden Vereinen (Vertreter) besprochen und zur Kenntnis genommen.
Wir nehmen die Fischereiverwaltung beim Wort, bei der Aussage, dass sie die Entwicklung der Hechtfänge in Pfäffiker-, Greifen- und Zürichsee laufend überprüfe und die Massnahmen im Bedarfsfall angepasst werden.

 

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